Dienstag, 28. Juli 2009

Hasta luego Boliva!...

Phu, blad ist es soweit, der Abschied von Bolivien rueckt immer naeher. Heute Morgen musste ich mich bereits von meiner Freundin verabschieden, was natuerlich in einem riesen Traenenmeer endete. Waehrend unseres ganzen Aufenthalts in Tarija und userer Reise danach, haben wir unheimlich viele Erfahrungen und Emotionen geteilt, was einen nunmal unheimlich verbindet...!

Und was ihr jetzt noch hoeren wollt ist wahrscheinlich ein "Fazit" von meinem "Abenteuer Bolivien"
Wo soll ich da anfangen?! Habe in diesem halben Jahr mindestens zweitausendvierhundertfuenfundsechzig neue Dinge gelernt (darunter ca. tausenddreihundersiebenundvierzig neue Spanischvokabeln...=) ) und auch einiges ueber mich selbst erfahren...

Einen Gedanken moechte ich aber hier zum "Abschied" gerne noch mit euch teilen:

Frag dich nie, OB du deine Traueme erfuellen und Ziele erreichen kannst,
sondern WIE !!!...

Hasta luego
Andrea

Donnerstag, 23. Juli 2009

Sprachlos...!

Bin gerade vom Lago Titicaca zurueckgekommen und ihr koennt mir glauben, dieser magische Ort laesste einem den Mund offen stehen!!!
Mit dem Bus gings von LaPaz aus nach Copacabana. Und sobald man zum erstenmal, das tiefe Blau des Sees erblickt, ist man gefangen vom Anblick der mystischen Landschaft. Immerwierder entdeckt man neue Inseln, zum Teil saftig gruen bewaldet, zum Teil eher karg, aber gespickt von historischen Inkaruinen und im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel der Cordillera Real...
...ein Traum! Und wohl eine der schoensten Landschaften, die ich bisher in meinem kurzen Leben gesehen habe! Eigentlich gar nicht zu beschreiben...am besten einfach selbst mal kurz vorbei schauen!...
Nachdem wir also in Copacabana (einem eher verschlafenen aber charmanten Doerfchen) angekommen sind liessen wir uns erstmal die Fruechte des Sees schmecken und dann wurde es auch schon bald spaet und wir keuchten den Cerro Calbario (ueber 3800m.ue.m. ...) hinauf, um uns den Sonnenuntergang ueber dem Lago Titicaca anzusehen. Spektakulaer!!
Am naechsten Morgen gings dann zu dem Ort, wo nach Inka-Legenden die Sonne geboren wurde...per Schiff machten wir uns auf zur Isla del Sol, die wir zu Fuss durchquerten und erkundeten und eine Nacht im Hotel verbrachten.
Am naechsten Tag gings dann auch schon wieder zurueck nach LaPaz.
Und jetzt wird Bolivien noch einmal in den letzten Zuegen genossen, alle neuen Impressionen werden eingesaugt.
Also bis schon ganz bald!
Saludos!

Donnerstag, 16. Juli 2009

Final Destination...

Es ist kaum zu glauben, aber wir sind doch tatsaechlich schon an der letzten Station unserer Rundreise durch Bolivien angelangt (und zwar in LaPaz). Nachdem es in Cochabamba nicht viel besonderes zu sehen gab, haben wir uns entschlossen, schon etwas frueher als geplant nach LaPaz zu reisen und das hat sich voellig gelohnt, denn hier wird gerade der "bicentenario", also das 200-jaehrige Jubilaeum der Stadt gefeiert! Das wurde uns allerdings erst bewusst, als wir hier mitten in der Nacht angekommen sind (da unser Bus wegen einer Panne fuer etwa 2 Stunden stillstands...) und ueberall in den Strassen und Gassen Leute am tanzen und feiern waren.
Leider werden wir selbst nicht mehr so viel zum Feiern kommen, da wir uns etwas ausserhalb von der Stadt aufhalten werden. Zuerst gehts nach Coroica, einem "Pueblito" in den Yungas (also im Busch;) ) und dann darf natuerlich das Highlight Boliviens, der Lago Titicaca als kroenender Abschluss nicht fehlen.
Tja, und dann gehts auch schon bald wieder nach Hause,wo nach langem wieder einmal eine heisse Dusche und ein weiches Bett auf mich warten...

Also bis bald!

Samstag, 11. Juli 2009

Espanglish

Was das ernuechternde am Reisen ist: man wird wieder voll als "Turista" gesehen, und fuehlt sich deswegen schon wieder etwas weniger verbunden mit dem Land. (Que barbara ;) )
Wir werden zum Beispiel immer erst in Englisch angesprochen und auch wenn wir in Spanisch antworten geben die Leute hier immer wieder ihre Brocken Englisch zum Besten.
Was mir dabei sehr viele Sorgen macht: Mein Englisch ist schon voll am A...
Eine Touristin hat uns zB einmal auf Englisch nach der Zeit gefragt. Meine Kollegin und ich starrten nur auf unsere Uhren, brachten kein Wort heraus und warteten darauf, bis die andere der Frau Auskunft geben wuerde... Die Englaenderin erloeste uns dann aber, indem sie meinte, wir koennen ihr auch einfach unsere Uhr zeigen...
War ganz schoen peinlich und ernuechternd. (Hoffe mal, dass ich mein Englisch schnell wieder zurueck gewinne, wenn nicht mehr so viel Spanisch in meinem Kopf herum schwirrt...)

Und sonst? Es gibt einfach viel zu viel zu berichten, als dass ich euch alles erzaehlen koennte...
Sind jetzt gerade in Santa Cruz, der groessten und (verhaeltnismaessig) am weitesten entwickelte Stadt Boliviens. In der Stadt selbst gibt es allerdings nicht so viel zu sehen, sodass wir uns auf Expeditionen ausserhalb machten. Das ist besonders schoen, weil es hier schon viel mehr Vegetation gibt, als wir bis jetzt gesehen haben.
Wir haben schon Inkaruinen besucht, sind Mountenbike gefahren (und haben vor allem viel Mountenbike gestossen... ), haben einen Dinosaurierpark besucht, irgendwelche wilden Tiere gegessen und sind Fallschirm geflogen (!) und das alles mit "Jungelfeeling"

Wer genaueres wissen will, soll sich bei mir melden, denn stellt euch vor, auch in Suedamerika findet man in jedem Ecken iregendwo ein Stueckchen Internet=)

Also bis schon ganz bald. Und geniesst noch die letzten Wochen ohne: "Einmal, in Bolivien.... blablablablabla..." =)

Hasta pronto

Mittwoch, 8. Juli 2009

por fin viajando...!

Ich bin jetzt endlich auf Reisen und kann euch sagen, dass ist das Beste, was es gibt! Macht noch mehr Spass und ist interessanter als ich es mir vorgestellt hatte!
Letzten Freitag gings von Tarija aus auf nach Potosi (der Abschied von Freunden und der "zweiten Heimat" fiel dann doch um einiges schwerer als der Abschied von meiner Familie...)
Unterwegs erlebt man aber so viel und muss so viele Eindruecke verarbeiten, dass man gar nicht viel Zeit zum "sentimental werden" hat...
In Potosi haben wir zum Beispiel eine Minentour im "cerro rico" gemacht. Wir waren beeindruckt, aber auch geschockt, von den Bedingungen unter denen Maenner, Frauen und auch Kinder (!!) arbeiten muessen...
Nachdem wir schon 80 Pesos (10 Franken) fuer die Tour ausgegeben hatten (was fuer uns verhaeltnismaessig halt schon unheimlich viel scheint... haben wir die Stadt dann auf eigene Faust unter die Lupe genommen. Besonders spannend ist die Geschichte Potosis; einst groesste und reichste Stadt der Welt, wovon heute kaum noch etwas zu spueren ist...
(Oder kennst du Potosi?!...)
Nach 2 Tagen wurde es uns dann aber schon zu kalt in Potosi... also gings weiter nach Sucre. Eine unglaublich schoene und faszinierende Stadt. Mit architektonischen Wunderwerken. Und natuerlich auch spannendem historischem Hintergrund, da Sucre die Hauptstadt Boliviens ist und Boliven quasi aus dieser Stadt "geboren" wurde.
Heute abend gehts dann weiter nach Santa Cruz (14 Sunden Busfahrt... aber so sparen wir wenigstens Geld, weil wir kein Hotel zum uebernachten brauchen....=) )
Spaeter wollen wir uns dann auch noch Cochabamba und LaPaz ansehen. Nehmt also schon mal euren Atlas zur Hand, falls ihr wissen wollt, wo ich mich gerade so herumtreibe.

saludos a toditos!

Freitag, 26. Juni 2009

Und tschuess...!

Wenn der Abschied leichter faellt als man denkt...

Musste mich heute bereits von meinen Gasteltern verabschieden, weil sie fuer eine Woche nach laPaz gehen, um dort ihren Sohn (der fuer ein Jahr in den USA war) vom Flughafen abzuholen.
Bin deswegen gestern auch extra frueh nach Hause gekommen, obwohl ich mit nem ganz netten Jungen verabredet war... (kann ja jetzt erzaehlen, was ich will, ihr glaubts mir sowieso nicht mehr...=D) aber zurueck zum Thema. Kam also puenktlich zum Nachtessen nach Hause, weil ich dachte, dass wir vielleicht noch etwas spezielles zusammen machen, oder eventuell in einem Restaurant essen gehen, oder was in der Richtung.
Es blieb aber dann entgegen aller Erwartungen beim ueblichen Sueppchen, ohne dass das Thema "Abschiednehmen" auch nur im geringsten angesprochen wurde...
(Ich weiss nicht ob aus meinem Bericht schon eine gewisse Enttaueschung herauszuhoeren ist... falls nicht: Ich war ziemlich enttaeuscht!)
Aber hey, blieb ja immer noch der heutige Tag um meine Eltern an den Flughafen zu begleiten, und noch kurz etwas auf die Traenendruese zu druecken und ein paar sentimentale Danksagungen fallen zu lassen (hatte mir da auch schon ein paar ganz ruehrende Sachen ausgedacht... =) )
Heute Nachmittag bestellten meine Eltern also dann ihr Taxi um an den Flughafen zu gehen. Ich hatte schon Schuhe und Jacke montiert um die beiden zu begleiten, als sie meinten, dass sie dann jetz gehen wuerden, mir alles Gute wuenschten, mich rasch noch umarmten und raus zum Taxi spurteten.
Danach blieb ich erst mal boquiabierto in meinem Zimmer sitzen und fragte mich, was jetzt hier gerade vorgegangen ist...

Mochten mich meine Gasteltern nicht? Habe ich mich zu wenig fuer meine Gastfamilie interessiert?? Oder einfach zu wenig Schoggi mitgebracht???

Ich persoenlich glaube, dass es einfach schwierig ist, sich mit 19 (bald 20... *yeah*) Jahren in einer Gastfamilie einzuleben. Mir waren hier vor allem meine Freunde wichtig und ich wollte die kurze Zeit hier mit ihnen geniessen. Und ausserdem ist mir halt auch einfach meine Unabhaengigkeit sehr wichtig, was leider im Gegensatz zur Familienkultur hier in Suedamerika steht.
Die Eltern sind hier sehr protektionistisch und verhaetscheln ihre Kinder. Ausserdem ist es auch so, dass man das Wochenende meistens mit der Familie verbringt.

Zum Glueck waren meine Eltern ziemlich verstaendnisvoll. (Vielleicht weil vor mir schon 3 andere Austauschstudentinnen bei ihnen wohnten, und sie an die andere Kultur gewoehnen konnten...)
Im Nachhinein frage ich mich allerdings ob sie einfach Verstandnis zeigten, weil sie Verstaendnis zeigen mussten...

Leider habe ich nie ueber solche oder aehnliche Dinge mit meinen Gasteltern reden koennen. Wir haben eigentlich nicht sehr viel Zeit miteinander verbracht. Aber das lag nicht nur daran, dass mir meine Freunde wichtiger waren, sonderna auch daran, dass die beiden einfach undendlich viel arbeiten!

Ich hoffe ihr versteht mich nicht falsch. Schlussendlich muss ich sagen, dass ich sehr viel Glueck mit meiner Gastfamilie hatte, da ich sehr viel Freiheit geniessen konnte. Wahrscheinlich habe ich einfach mit mehr "Zuneigung" (hab grad kein besseres Wort fuer "cariño" gefunden...=)) gerechnet... schliesslich sind wir ja im Herzen Suedamerikas...!

Schlussendlich bleibt die Gastfamilie eben Gastfamilie.
Y no hay nada que ver con la propia familia!!!

Hasta luego!

Dienstag, 23. Juni 2009

chau profe! =(

Kanns selbst kaum glauben, aber seit Freitag bin ich doch tatsaechlich arbeitslos...
deshalb gibts jetzt schon einmal ein erstes Resumée von meiner Zeit als Volounteer.
Ich muss zugeben, dass mir die Arbeit mit den Kindern unheimlich viel Spass gemacht hat und dass ich sehr viel von den Kindern lernen konnte. Schlussendlich habe ich auch sicher sehr viel mehr von den Kindern gelernt als sie von mir... und ich konnte vor allem auch mich selbst noch ein Stueckchen besser kennen lernen. Weiss zum Beispiel jetzt, dass ich mehr Geduld mit Kindern habe, als ich Anfangs dachte (wenn auch gezwungenermassen...=) )
Das spannendste und emotionalste an der ganzen Arbeit war es aber, Schritt fuer Schritt eine persoenliche Beziehung zu jedem Kind aufzubauen! Dadurch habe ich gesehen, wie individuell jedes Kind ist und wie stark seine Persoenlichkeit von seienem Umfeld und seiner Familie gepraegt wird! Doch gerade in dieser Beziehung, wenn die Kinder von ihrem Zuhause erzaehlen, musste ich oft leer schlucken...
...Die Organisation EDYFU setzt sich fuer Kinder ein, die schon von klein an arbeiten muessen, um den Lebensunterhalt fuer ihre Familie verdienen zu koennen. In ihrem Familienumfeld sind Missbrauch von Alkohol und Drogen, Gewalt und Vergewaltigung an der Tagesordnung...

Im EDYFU finden die Kinder einen Zufluchtsort, wo sie verschiedenen Beschaeftigungen (wie Kochschule, Tanz- und Theaterstunden, Sport oder Nachhilfeunterricht) nachgehen koennen und so ihren Alltag fuer eine Weile hinter isch lassen duerfen.
Einen Ort, an dem sie sein duerfen, was sie sind: KINDER!

Und was ich auch einsehen musste; Kinder sind auf der andern Seite der Welt eben auch "nur" Kinder. Muss naemlich zugeben, dass ich mit der Einstellung hier her gekommen bin, dass die Kinder einem unheimlich dankbar dafuer sind, dass man sie unterrichtet, sie lehrt zu lernen.
Hab dann aber schnell gemerkt, dass die Kinder hier eben auch einfach lieber spielen, sich bewegen, oder sich verpruegeln... anstatt ihre Hausaufgaben zu machen.
Mit der Zeit kann man sich aber auf Kompromisse einlassen und schlussendlich konnte ich viele Kinder zum rechnen, schreiben und lesen animieren, hab mich dafuer aber danach auch mit ihnen beim Spielen und Herumtoben amuesiert!

Dass meine Arbeit doch wirklich wertgeschaetzt wurde, wurde mir an meinem letzten Arbeitstag bewusst. Wurde von allen Kindern im Speisesaal mit einer riesen Torte und einer Tonne von Karten, Briefen und Zeichnungen von meinen Schuelern ueberrascht!! Die Kinder verstanden natuerlich nicht wirklich, weshab ich jetzt gehen muss und meinten alle, ich soll doch einfach bleiben... das machte es nicht gerade leichter, mich von allen zu verabschieden... Werde die Kinder wirklich unheimlich vermissen und moechte diese Erfahrung nicht missen! Jetzt genisse ich aber zuerst noch meine "Ferien" hier in Tarija und dann gehts auf Reisen!=) Freue mich sehr, jetzt auch noch etwas Zeit fuer mich zu haben und auch nochmals etwas Neues zu entdecken. Halt euch natuerlich auf dem Laufenden! Gaaaaaaaaaaaanz liebe Gruesse und bis bald!

Montag, 8. Juni 2009

Viel Neues gibts nicht. (Also eigentlich schon, hab nur gerade keine Lust viel zu schreiben...)
Wollte mich nur wieder kurz einmal bemerkbar machen, damit ihr den Eidgenossen in der Pampa nicht vergesst=)

Und meine Hauptmessage heute geht an an den TV Liesberg: Wuensche viel Erfolg und Spass (also vor allem viel Erfolg!!) am kommenden Turnfest!! Werd natuerlich das ganze Wochenende in Gedanken dabei sein! Und denkt immer daran:
Ganar no es todo, sino lo único!! =D

Liebe Gruesse und ein heiteres tuetuerueue;)

Samstag, 23. Mai 2009

"Eifach uf u dervo..."

Wow, hab gerade gesehen, dass ich vor 3 Wochen zum letzten mal geschrieben habe und mir bleiben jetzt nur noch 5 Wochen, bis mein Sozialeinsatz hier beendet ist.
Laueft die Zeit in Europa auch so schnell wie hier??!

Vor 2 Wochen gings mit allen Austauschstudenten von AFS zum Salar de Uyuni. Ein riesen Salzsee hier in Bolivien. Den Genuss der unbeschreiblichen Atmosphaere dieses Fleckchens Erde mussten wir uns allerdings hart verdienen. Zuerst hiess es naemlich etwa 20 Stunden Bus und dann noch 7 Stunden Zug fahren. Und das in bitterer Kaelte. (Hier in Tarija ist das Klima immer noch ganz mild, an manchen Nachmittagen wird es immer noch heiss. Also ist Andrea natuerlich froehlich und unbeschwaert im T-Shirt in den Bus gestiegen. Das das keine so gute Idee war, habe ich gemerkt, als nach einer Weile alle ihre Winterjacken und Wolldecken ausgepackt hatten, um fuer die eisige Nacht gewappnet zu sein...
Zum Glueck fand ich etwas Unterschlupf im Schlafsack meiner Sitznachbarin. Trotzdem waren wir beide fuer Stunden am schlottern...)

Aber wie gesagt, es hat sich gelohnt. Der Salar ist wirklich etwas vom Beeindruckendsten, was ich bisher in meinem Leben gesehen habe. Eine Flaeche des "weissen Goldes" die sich bis zum Horizont erstreckt und dazwischen (damit man sich nicht voellig verliert) kleine Kaktusinselchen (von denen man annimmt, das sie frueher Korallenriffe des ausgetrockneten Meeres waren!!)
Verlaesst man den Salzsee, so findet man nach einer Weile idyllische Lagunen in denen Flamingos leben, mystisch gurgelnde Geysire und heisse Quellen in denen wir uns baden konnten (Was fuer mich eines der Highlights der Reise war, nach dem wir 3 Naechte in "Hotels" ohne Dusche verbracht hatten...)

Natuerlich hat die Reise auch super gut getan, um sich mit den anderen Studenten und Volounteers auszutauschen!
Was fuer mich vorallem eine Bestaetigung war, da ich merkte, dass mein Spanisch doch schon viel besser ist als ich dachte und eine Erleichterung, weil mir bewusst wurde, welch ein Glueck ich mit meiner Gasfamilie habe!

Und von dem her waere hier ja alles schoen und gut. Ist es eigentlich auch, aber im Moment habe ich das gefuehl, ich wuerde an dieser Stelle gernen einen Punkt setzten (oder besser ein Ausrufezeichen=) ) und eine unbeschreiblich schoene und lehreiche Erfahrung abschliessen.
Mein Leben hier gefaellt mir zwar wirklich. Aber es gibt mittlerweile schon unendlich viele Dinge, die mir fehlen.
Ich vermisse Familie, Freunde, mein Zimmer =), Liesberger-Luft, Natur, und Sport Sport Sport, Gymnastik, Barrenturnen, Korbball, Tanzen,...
und bin zum Beispiel so richtig "giggerig" aufs Snowboarden =) (mein Winter war einfach viel zu kurz...)

Was mein Problem ist: auf unserem Ausflug zum Salar de Uyuni hats mich so richtig erwischt...

...nein, ich bin immer noch nicht verliebt...

...aber ich wurde vom Reisefieber gepackt!!
Deshalb heissts nach Ende Juni erst mal "Uf u dervo". Werd noch 2 Monate laenger bleiben und mir Bolivien etwas genauer unter die Lupe nehmen. Ab Ende August duerft ihr dann wieder mit mir rechnen.
Dafuer erklaer ich euch dann was "chupa" und "seco, seco" bedeutet, was ein "chaki" ist, welche Bedeutung "matrimonio" noch haben kann und alles Weitere was noch so zum "Grundwortschatz" von Tarija gehoert ;-)

In dem Sinne; Salud, salud!!
Werdet wieder von mir hoeren.
Besitos

Sonntag, 3. Mai 2009

Jo i weiss, isch scho es wili haer...

...aber hier bin ich wieder und berichte was es so neues gibt. Heute in den Rubriken; Kultur, Paedagogik und Politik... (Wem das zu Kopflastig kling; keine Angst, so schlimm wirds nicht!)

Nun denn..;-)

Primerita: Kulturschock?!
Bei den Vorbereitungstreffen fuer unseren Sozialeinsatz wurden wir immer wieder darauf hingewiesen, dass wir nach einer gewissen Zeit im Land den sogenannten "Kulturschock" erleben werden.
So einen richtigen Schock habe ich bis jetzt allerdings noch nicht erlebt. Viel eher habe ich interkulturelle Aehnlichkeiten entdeckt und erkannt, das wir schlussendlich alle nach dem gleichen streben. Alle sind wir auf der Suche nach unserem "Glueck".
Aber...
...es muss ziemlich viel schwieriger sein, sein Glueck zu finden, wenn man als Kind auf der Strasse lebt und um Geld betteln muss, wenn man als junge Frau schwanger wird und deswegen heiraten muss, obwohl man andere Plaene hatte, wenn man als Staatsarbeiter seinen Beruf aufgeben muss, weil es einem die Regierung nicht erlaubt in der Oeffentlichkeit seine Meinung zu sagen, ohne mit schweren Konzequenzen rechnen zu muessen, oder wenn man als aeltere oder kranke Menschen in Armut leben muss, weil man vom Staat nicht unterstuetzt wird und auf die Familie angewiesen ist...

...alles Beispiele, die ich aus der eigenen Erfahrung (zT aus dem Leben meiner Gastfamilie) kenne, und die mich immer wieder als einzelne Schlaege treffen, was sich vielleicht doch noch zum Kulturschock summiert...


Secunda: Paedagogik: Elefant im Porzellanladen
Falls ihr jetzt gerade etwas nachdenklich geworden seit; gut so! Aber ich will keine Gemuete trueben, deshalb moechte ich euch jetzt noch erzaehlen, warum ihr mich umbedingt davon abhalten sollt einen Beruf anzustreben, der auch nur in entferntester Weise mit Kindern zu tun hat. Eigentlich mag ich Kinder ja ganz gerne (also meistens...) aber irgendwie hab ich einfach nicht so das Haendchen fuer diese Geschoepfe. Warum?

Bsp. 1: Nach der Arbeit kam einmal ein Maedchen zu mir, nahm mich an der Hand und : "komm, wir rennen ueber den (geteerten) (wichtiges Detail, das ihr euch merken solltet...) Fussballplatz.
Ich: claro, vamos
Sie: buena
Ich: tuetueluetuelue
Sie: màs rapido...
Ich: màs rapido?!
Sie: màs rapido!
Ich: màs rapido!! ...mucho màs rapido

Und die Moral von der geschicht': Auf kleine Kinder hoert man besser nicht!

Schlussendlich lagen wir naemlich beide platt, mit aufgeschuerften Knien, teils weinend, auf dem Boden, weil die "profe" dann wohl doch etwas zu schnell gerannt ist...

Bsp. 2: An einem Sommerabend waren wir in unserem Wochendhaus und ich drehte meine Runden im Schwimmbad. Ein kleines Maedchen fand das irgendwie ganz amuesant und ist mir die ganze Zeit am Bassinrand hinterhergetrabt. Hab mich auf das Spielchen eingelassen und so vergnuegten wir uns mit hunderten von Wettrennen (in meinem Fall -schwimmen). Spaeter kam die Kleine dann auf die Idee mich vom Schwimmbadrand ins Wasser zu schupsen. War ganz lustig und dem Maedchen schien es einen riesen Spass zu machen mich ins Wasser plumpsen zu sehen... bis... ja, bis einmal selbst das Gleichgewicht verlor und hinter mir ins Nass platschte...
...schwimmen konnte sie natuerlich nicht... trockene Kleider hatte sie natuerlich auch nicht dabei... und ihre Eltern fanden das ganze auch nicht so lustig... ... ...

Bsp. 3 (Mein Favorit): Unter meinen "Schuelern" gibt es 2 Jungs, die sich staendig pruegeln. Leider ist Pablo dem andern, Luis, immer unterleg. Also zeigte ich ihm einmal einen "kleinen Trick" (aus JiuJitsu-Zeiten), damit er sich (ohne Gewalt!!) wehren kann. Luis wollte dann aber auch wissen wie das funktionier, also wollte ich auch ihm zeigen, wie das geht. Er hat sich aber gut verteidigt und schlussendlich lagen wir beide lachend (!) auf dem Boden. Als er wieder aufstehen wollte, hat er aber eine ganz bloede Kopfbewegung gemacht (direkt in richtung Boden...) und sich so zwei Zaehne ausgeschlagen...
...fand er dann auch nicht mehr so lustig...
..ich natuerlich auch nicht...!

So, jetzt koennt ihr euch vorstellen, warum ich mich als "Elefant im Porzellanladen" fuehle. Koennte wirklich nie einem kleinen Knirps etwas zu Leide tun, aber vielleicht waere es besser, mich von ihnen fern zu halten...=)

Tercera: Politik

Deal or noDeal
Was mich brennend interessieren wuerde: Was habt ihr schon so von Evo Morales und der Situation in Bolivien gehoert??!
Waere super spannend zu sehen, welches Bild man in der Schweiz von Morales hat.
Drum hier mein Deal: Schreibt mir doch ein Mail von dem was ihr so wisst und mitbekommen habt (und wenn ihr denkt "wer ist Evo Morales?!, dann ist das auch schon eine gute Antwort.)
Und wenn ich 10 Mails bekommen habe, verrat ich euch, was ich hier so alles ueber Evo erfahren habe...
Don't miss it!!!

Chauchito
besitos
Andreita=)

Dienstag, 14. April 2009

Liebe Leute zu Hause an den Bildschirmen. Zuerst einmal eine wichtige Information; meine blogs sollten immer bis ganz (und damit meine ich wirklich ganz ganz gaaaanz) zuende gelesen werden!!...=)

Tja, was gibts Neues?! Eigentlich nicht viel...
Natuerlich wurde auch hier Ostern gefeiert. Es gehoert hier zur Tradition, das man Donnerstags abends von einer Kirche zur andern geht um dort zu beten. War natuerlich mit von der Partie und es war ziemlich eindruecklich, die Menschenmenge zu sehen, die von einem Gotteshaus zum anderen pilgerte.
Die Sonntagsmesse habe ich dann leider verschlafen, weil ich am Samstag an einem traditionellen Osterfest in einem nahegelegenen Doerfchen war. Hatte aber schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen. Moege mir Gott vergeben. "Wir bitten dich, erhoere uns!"


Gestern wurde auserdem der "día del niño" gefeiert. Fuer unsere Kinder im Projekt bedeutete das, den ganzen Tag spielen, Musik machen, tanzen, Gedichte aufsagen, Theater spielen und sich vergnuegen! Aber das Beste kommt erst noch; Ratet mal was es zum "z'Nueni" gab...

SCHWIZER SCHOGGI!!!!

Da sag ich nur: "Und i ha Heimweh nach de Baerge, nach em Schoggi und em Wii, nach de Waeuder, nach de Seeae u nach em Schnee...!"

...ja, war wirklich ein schoener Tag!=)

Und zum Schluss noch dies:
Who the fuck is BARBARA?!
Wenn sich meine Familie versammelt, wird immer von Barbara gesprochen. Barbara hier, Barbara da. Aber hab am Anfang naturlich nie verstanden, worum es ging, sondern immer nur diesen Namen aufgeschnappt. Als ich dann einmal nachfragte, wer denn Barbara sei, meinten meine Eltern aber, dass sie keine Barbara kennen (mysterioes...!;) )
Wollte dann auch nicht weiter nachfragen.
Zum Glueck wurde ich aber spaeter von meinem Sprachlehrer aufgeklaert: "que barbara" sagt man hier, um einer Sache mehr Ausdruck zu verleihen...

Tja, solche Andekdoten koennte ich zu hunderten aufzaehlen. Diese ist zugegebenermassen nicht gerade die spannendste, aber alle andern "Fremdsprachenfehltritte" sind mir einfach zu peinlich;-)


Ach und Leute, noch was, ein weiteres Mysterium; Hab heute meine emails gecheckt und beim Posteingang stand da "0". Kann irgendwie nicht sein, odr?!!!.....

Mittwoch, 1. April 2009

Además...

Señores y Señoras,

Heute eine Neuigkeit, die euch wahrscheinlich interessieren duerfte;
Wurde letzte Woche von einer Arbeitskollegin angefragt, ob ich nicht Lust haette, noch etwas langer zu bleiben... Es gibt da noch ein anderes Projekt, dass zur Zeit Leute gebrauchen kann. Dort koennte ich Englisch- und Franzoesischunterricht geben. Waere dann allerdings nicht mehr als Volounteer hier, sondern wuerde einen beschedenen Lohn erhalten.
Wenn ich zusage, verpflichte ich mich allerdings fuer die Stelle fuer 2 Jahre...

Nun, ich habe mir das alles gruendlich durch den Kopf gehen lassen (sehr gruendlich...hab schon etliche schlaflose Naechte hinter mir...). Bis Vorgestern musste ich meine Entscheidung faellen...

...Hab unterschrieben...!

Ich denke einfach, dass man eine solche Chance nicht zweimal im Leben bekommt! Und hab einfach das Gefuehl, dass alles so kommen musste. Schicksal halt...

Hoffe ihr koennt mich verstehen.
2 Jahre sind zwar schon ein Weilchen, aber die Zeit vergeht im Flug und glaubt mir, ihr werdet kaum merken, dass ich so lange weg war.

Liebe Gruesse

Además: Heute schon einen Blick auf den Kalender geworfen?!...

...Richtig: APRIL APRIL!!! =D

Mittwoch, 25. März 2009

Bin wieder einmal nicht dazu gekommen am Wochenende meinen blog "upzudaten", sorry. Hatte wirklich volles Programm. Am Freitag war ich zum 25. Geburtstag einer Freundin eingeladen. (Meine Kolleginnen hier sind alle schon so 25 und aelter, da meine Cousine auch schon zur Generation 25+ gehoert, merkt man aber nicht =) )
Am gleichen Abend gings dann auch noch weiter zum Abschiedsfest eines Volounteers aus Spanien. (War nur etwa 2 Blocks entfernt, aber natuerlich mussten wir das Taxi nehmen...hier geht echt niemend auch nur 20 meter zu Fuss...)
Um einen Kater am naechsten Tag gar nicht erst aufkommen zu lassen, gings dann gleich weiter zur "fiesta de vino". Eigentlich wollten wir erst abends hingehen, aber unser einheimischer Spanischlehrer gab uns den Tipp, schon am Nachmittag hinzufahren. Natuerlich haben wir das dann auch gemacht. Mit dem Taxi gings also ne halbe Stunde lang durchs Nichts hindurch, bis wir in einem einsamen, verlassenen und ruhigen Doerfchen im Nirgendwo ankamen. Von "fiesta" keine Spur...
Als wir die Einwohner schuechtern danach fragten, meinten sie, dass das Fest erst abens losgehe... also hiess es abwarten und (nein, nicht Tee, sondern) Wein trinken.
Spaeter (ziemlich viel spaeter...) hatten sich dann aber doch eine Unmenge Leute in dem kleinen Dorf versammelt um zusammen zu feiern und die Stimmung war super. Leider konnten wir nicht allzulange bleiben, da fuer Sonntag ein Ausflug nach Taxara geplant war.
Mit unserem Spanischlehrer und anderen Volounteers fuhren wir im Minibus an diesen unglaublich schoenen Ort. Mitten im Hochland Boliviens gibt es dort 3 Lagunen wo Flamingos leben!! Gleich nebenan befindet sich eine "Miniwueste" mit Sandduenen. Eine wirklich sureale, aber wunderschoene Landschaft!!! (Und ausserdem hab ich hier die ersten Lamas gesehen *yeah* =) )

Mehr von "Andrea im Wunderland" gibts nachste Woche.
Hasta luego

Samstag, 14. März 2009

Wie, weshalb, was, warum?...

- Wie man eine fremde Sprache lernt:
Fuer alle, die sich fragen, wie das eigentlich so geht... hier eine super-originelle Metapher: Ist wie "rueckwaerts puzzeln". Zuerst hat man dieses riesen Puzzle vor sich, das sich Spanisch nennt. Leider hat man keine Ahnung wei das Puzzle zusammengesetzt wird und es gilt, die einzelnen Teile herauszufiltern. Ist am Anfang echt voll schwierig, weil man nicht weiss, wie die Teile geformt sind, wo sie anfangen und aufhoeren. Doch je mehr Teile man kennt, desto mehr neue entdeckt man...
...so hoffe ich, dass ich in den naechsten Wochen und Monaten moeglichst viele Puzzleteile finden kann und sie am Schluss zu meinem Spanisch zusammensetzen kann.
A ver... pero creo que ya he hecho progreso y espero que mi vocabolario va a mejorar muy rapido!

- Was Pasanaco bedeuted:
Pasanaco wird in unserer Familie einmal im Monat gefeiert. Die ganze Familie trifft sich dann in unserem "Wochenendhaus" zum essen. Dabei ist immer jemand anderer fuer die Organisation zuestaendig. Organisation bedeuted hauptsaechlich: Fleisch kaufen!!
Diese Woche hats meine Gastmutter mit dem Pasanaco getroffen. Also begleitete ich sie zur Metzgerei...jetzt weiss ich wieder warum ich so lange Vegi war... da haengen echt halbe Kuehe an der Wand und die Fleischmocken werden mit einer elektrischen Saege vor den Augen der Kunden zurechtgeschnitten...
Aber: que rica la carne!!=)...

- Weshalb Profe Andrea nie Frau Lehrerin Brogli werden wird:
Platz nummer 3: Ich wuerde gerne ohne Herzinfarkt 40 Jahre alt werden...
Platz nummer 2: Ich moechte nicht als "durchgedrehte Attentaeter-Lehrerin" bekannt werden
Platz nummer 1: Ich haette gerne selbst mal Kinder
...falls ich Lehrerin werden wuerde, wuerde sich dieser Wunsch wohl in Luft aufloesen (Und Darwin wuerde sich im Grab umdrehen...waer doch wirklich schade um den Verlust dieser hervorragenden Gene!=) )

-Warum man glaubt in Suedamerika sind alle "muy buena gente":
Bevor ich hier her kam, wurde mir immer wieder gesagt, wie herzlich und offen hier die Menschen sind. Und von den Leuten hier wurde mir gesagt, dass sie glauben, dass die Menschen in Europa alle eher "kuehl" sind.
Aber wisst ihr was; ich empfinde das gar nicht so. Nicht, dass die Menschen hier nicht toll waeren, aber ihre "Herzlichkeit" ist eher einfach Gewohnheit...
Um es vielleicht mit einem Beispiel zu erklaeren: Wenn ich zu Hause anrufe sag' ich: Hallo Mami.
Wenn meine Gastmutter ihren Sohn anruft, klingt das so: Mein Prinz, Mein Koenig, mi amor, mi bebe (er ist 17...) como estàs?!
Aber eben, das zeigt ja noch lange nicht, dass sie ihren Sohn lieber hat, als mein Mami mich =) ... versteht ihr was ich meine?!

Falls nicht: am besten mal selbst vorbei kommen!!=)...

Hasta luego muchachos!

Samstag, 7. März 2009

I survived...!

Wie lange ist es jetzt her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe? Zwei Wochen?
Ja, ich weiss, ist schon ein Weilchen her, aber ich hatte echt keine Zeit mich an den PC zu setzen. Um euch alles was ich so erlebt habe erzaehlen zu koennen, muss ich meinen blog jetzt auch schon in Kapitel unterteilen... also los geht's:

Compadres, Comadres y Carnaval!!!:
Vor zwei Wochen hat hier der Carnaval begonnen. Als erstes standen Compadres und Comadres auf der Liste. Compadres ist das Fest nur fuer die Maenner und Comadres fuer die Frauen. Die Maenner feiern draussen auf der Strasse, die Frauen versammeln sich mit Freundinnen in den Hauesern. Kontakt mit dem anderen Geschlecht ist streng verboten (theoretisch...) ;-)
Schlussendlich feiern dann aber Maenner und Frauen genau gleich; man tanzt und trinkt.
Von meiner Cousine wurde ich zu Comadres eingeladen. Ich hatte das Glueck, dass ich an diesem Nachmittag den Sprachkurs besuchen musste. So konnte ich erst um 5 zur Party gehen. Alle andern begannen schon um 2 mit dem festen. Dementsprechend waren alle schon ziemlich angeheitert und ich blieb verschont.
Es war aber wirklich ein super tolles Fest! Hab viele Leute kennen gelernt, die mich alle vollgelabert haben. Da blieb mir nur eins uebrig: Nicken und laecheln (und ab und zu ein "ah", "mhm" odr "si si" ... und alle sind gluecklich!=)

Und Ladies, eins will ich euch noch sagen: Wenn ich zuerueck in der Schweiz bin, wird Comadres eingefuehrt!!=)

Ein paar Tage spaeter gings dann weiter mit Carnaval. Fuer zwei Tage wurde den ganzen Tag lang auf den Strassen und Plaetzen getanzt und gefeiert. Natuerlich war ich mit von der Partie.
Ich muss aber gestehen (und das ist mir wirklich aeusserst peinlich), dass ich in diesen Tagen kein einziges Mal was von einem Umzug gesehen habe...
Na ja, naechstes Jahr werde ich wahrscheinlich sowieso wieder (oder noch....?!?!) hier sein um den Carnaval zu feiern...;-)
Am ersten Abend des Carnaval hatte ich aber gleich ein sehr spezielles Erlebnis. Nachdem sich schon die meisten Kollegen aus dem Staub gemacht hatten wurde ich von einer Freundin zum Haus ihrer Verwandten eingeladen. Als wir reinkamen war da die ganze Familie versammelt. Einige am tanzen, andere sich unterhaltend, manche in ihrern Sesseln schlummernd aber alle, wirklich alle betrunken. Bin wir wirklich voll komisch vorgekommen, weil ich da einfach so reinplatzte und niemanden kannte. Wurde aber sofort herzlich empfangen und zum Essen eingeladen...
War dann aber doch froh, als ich nach einer Weil endlich nach Hause gehen konnte.

So, mehr erzaehl ich nicht mehr vom Carnaval. Ich langweile euch sicher schon, schliesslich war in der Schweiz auch Fasnacht und viel anders ist es hier auch wieder nicht. Ausser natuerlich, dass hier immer noch Sommer ist!!!=)

Profe Andrea!! =) :
Moechte euch gern noch etwas von meiner Arbeit erzaehlen.
Sich mit den Kindern zu beschaeftigen macht echt super Spass. Manchmal kann es aber auch richtig nervenaufreibend sein... Morgens bin ich jetzt oft ganz alleine mit den chicos. Gerade vorgestern wars besonders anstrengend. Musste 13 Kinder in Schach halten ( die Aussprache des Wortes "basta" konnte ich so bis zur Perfektion ueben...!)
Die Kinder waren an diesem Tag echt hyperaktiv (und obwohl ich bis zu diesem Tag noch nie den Mond hier gesehen hatte, dachte ich mir, dass es Vollmond sein muss...)
Am Nachmittag durften die Kinder dann ins "Schwimmbad" (Tuempel wuerde es eher treffen) gehen. Sie amusierten sich koestlich und ich konnte mich innerlich wieder mit ihnen versoehnen=) bis... ja, bis die Kinder die tolle Idee hatten, mich auch ins Schwimmbad zu zerren... mit Kleidern und Schuhen und allem drum und dran...!!
Natuerlich durfte ich danach voellig durchnaesst und nach Algen stinkend im Bus durch die halbe Stadt nach Hause fahren...
Aber um ehrlich zu sein...hab mich schon lange nicht mehr so koestlich amusiert!!=)

Und wisst ihr was? Am selben Abend habe ich zum ersten Mal den Mond gesehen...den Vollmond um genau zu sein...! ;-)

Amor, amor:
Habt ihr schon gewusst, dass ich Gedanken lesen kann?! In den naechsten 10 Sekunden werdet ihr naemlich alle denken : "Han is doch gwuesst (odr sogar gseit) "
Ja, es kam natuerlich wie es kommen musste. Ich habe mich verliebt...

Mein Traumprinz heisst Brian, hat die schoensten Augen der Welt, ist total witzig und ein temperamentvoller "Vollblut-Suedamerikaner"

Leider ist nur der Altersunterschied etwas gross (13 Jahre) ...

Kommt dazu, dass er nicht 13 Jahre aelter ist, sondern juenger...!!=D



Tja, kommt eben erstens doch immer alles anders und zweitens als man denkt...!!!=)

Mittwoch, 18. Februar 2009

Wenn schon, denn schon...

Die Zeit fliegt. Es ist kaum zu glauben, schon wieder ist eine halbe Woche um. Seit Montag arbeite ich in der "Albergue solidario" und obwohl mein Spanisch noch zu wuenschen uebrig laesst, wurde ich gleich voll eingespannt. Ich bin jetzt Lehrerin!!...=) In der Istitution in der ich arbeite erhalten Kinder die in der Schule schwach sind, Lernschwierigkeiten haben oder gar nicht zur Schule gehen koennen (...!!!) Stuetzunterricht. Ich kuemmere mich vorlaeufig hauptsaechlich um Mathematikaufgaben (jetzt verstehe ich endlich, warum viele Mathematiker so begeistert davon schwaermen koennen, das die Mathematik in der ganzen Welt verstanden wird (oder theoretisch verstanden werden koennte...) und alle Sprache spricht...)
Die Arbeit mit den Kindern macht mir auf jeden Fall sehr viel Spass. Und ihnen gefalle ich glaube ich auch ganz gut (das liegt wahrscheinlich aber hauptsaechlich an meiner weissen Haut, meinen "nicht-schwarzen" Haaren und meim Kauderwelsch-Spanisch...)
Das Beste ist, das die chicos nie aufgeben, mir irgenwelche Geschichten, Maerchen und Witze zu erzaehlen und mir ihre Welt zu erklaeren, obwohl ich dabei nur wenig verstehe. Ich gebe mir aber grosse Muehe, nicke und laechle immer schoen fleissig und wenn ich etwas verstehe gebe ich natuerlich Antwort.

Ich merke aber, dass ich wirklich schon viel mehr verstehe als noch vor 2 Wochen...! Mit dem Sprechen habe ich aber immer noch etwas Muehe...bin eben etwas ungeduldig und wenns um Fremdsprachen geht halt auch perfektionistisch. Por ejemplo: Wenn ich gerne die Butter (mit Betonung auf DIE Butter und nicht den Butter...Gruss an Anna!=) ) haben moechte, sage ich nicht einfach:"Gib mir Butter bitte" (Was bis jetzt von meinen Kenntnissen her drinliegen wuerde) Nein, ich ueberlege mir, wie koennte ich sagen: Koenntest du mir bitte die Butter reichen, die zu deiner Rechten gleich hinter der kuenslich gesuessten Himbeermarmelade steht...
...oder auf jeden Fall so aehnlich...
Na ja, zum Glueck habe ich seit heute Sprachunterricht! Hab mich riesig gefreut als ich heute um 14.00 erfuhr, dass ich um 14.30 zum Unterricht erscheinen soll...

Aber eigentlich wollte ich ja von meiner Arbeit erzaehlen. Also ich "unterrichte" taeglich von 8.00-12.00 und von 14.30-17.30. Die Kinder nennen mich uebrigens "Profe." (what a feeling!!...=) ) Eigentlich ist auch immer ein richtiger Lehrer dabei...eigentlich...! Bereits am Dienstag Morgen war ich naemlich mit den Kindern (waren zwar nur 3) alleine...!! Der Lehrer hat mir zwar gesagt, dass er rausgeht und wahrscheinlich auch wie lange und wohin, aber eben...hab halt nicht alles ganz mitgekriegt. Zum Glueck erschien er aber am Nachmittag wieder. Dann sind naemlich immer viel mehr Kinder dort (so 20-30). Heute dann aber wieder das gleiche Spiel. Wurde am Morgen alleine gelassen...diesmal mit etwa 10 Kindern...! Ging aber alles ganz gut...Dank sei meiner Jugileiterzeit...da wird man auf solche Extremsituationen geschult=)
Aber ich sag euch, wenn das so weiter geht schmeiss ich in 2 Wochen den ganzen Laden hier!...=)
Wie gesagt: wenn schon, denn schon!

Zur Arbeit fahre ich uebrigens mit dem Bus. Das ist auch eine ganz amuesante Sache. Der Bus faehrt naemlich den ganzen Tag seine Runden und wenn man einsteigen will, kann man das ganz einfach mit einem Winken anzeigen, egal wo man gerade steht. Aussteigen kann man dann natuerlich auch wo man will, dazu ruft man einfach "esquina" oder "me queda". An dieser Stelle zum Schluss noch ein Muesterli von von meinem Perfektionszwang was Fremdsprachen anbelangt...: ich habe mir natuerlich waehrend der ganzen Busfahrt ueberlegt, wie ich wohl sagen kann:"ich moechte an der Ecke hier vorne gerne aussteigen, vielen Dank, auf Wiedersehen."
...und das Beste kommt noch: Habs auch wirklich gesagt!!!=)

Adios!

Samstag, 14. Februar 2009

¡trabajo!...!!!

Ja es ist wahr, ich kann es zwar selbst kaum glauben, aber ab Montag kann ich endlich arbeiten!!! (Und auch mein Sprachkurs wird dann bald mal, hoffentlich, vielleicht, eigentlich ziemlich sicher, oder auch nicht,wer weiss... ...beginnen.)
Gestern durfte ich meinen zukuenftigen Arbeitsplatz inspizieren. Zuerst musste ich aber mit dem Taxi zu meiner AFS-Betreuerin fahren. (An dieser Stelle moechte ich anmerken, dass ich selbs in der Taxizentrale angerufen habe und mir ein Taxi bestellt habe!!!...=) ...es dauerte zwar eine Weile bis wir uns verstanden, aber schlussendlich stand mein Taxi wie erwuenscht vor meiner Haustuere!)
Die Fahrt zum Haus von Silvia (der Betreuerin) dauerte etwa 5-10 min. Als es ums Bezahlen ging streckte ich dem Fahrer 100 Bolivianos entgegen (das sind knappe 15 Franken...). Mein Chauffeur lachte nur komisch. Und ich hatte natuerlich schon Angst, ich haette viel zu wenig Geld dabei. Dann meinte der Taxifahrer aber, er haette kein Wechselgeld. Also musste ich bei Silvia anklopfen und nach Wechselgeld fuer das Taxi fragen. Als sie sah, dass ich den Taxifahrer mit einem Hunderter bezahlte (ich wiederhole; das sind wirklich allerhoechstens 15.-... :-)) da staunte sie auch nicht schlecht. Tja, und als sie schliesslich bezahlte, stellte sich heraus, das die Taxifahrt nur etwa 10 Bolivianos kostete...(also oepe ei Stutz...). Und ich stand ziemlich bloed da.
So, jetzt koennt ihr euch etwa vorstellen, wie teuer (respektive billig...) hier alles ist. ...Ihr koennt euch schon einmal auf ganz viele Geschenke aus Bolivien freuen...!=)
Aber eigentlich wollte ich ja von meiner Arbeit erzaehlen. Also, das ist eine Art Tagesheim fuer Kinder und Jugendliche, die kein richtiges Zuhause oder Probleme mit den Eltern haben. In diesem Heim werden sie beschaeftigt. Die Kinder haben zuesaetzlichen Unterricht, koennen in verschiedenen Werkstaetten arbeiten und natuerlich gehoeren auch Spiel, Sport und Spass dazu. Ich hatte wirklich einen super eindruck von dieser Institution. Dort arbeiten auch noch andere Volounteers aus Spanien, Belgien und Deutschland. Ich freue mich wirklich riesig auf meinen ersten Arbeitstag!! ...jetzt gilt es nur noch herauszufinden, wie und mit welchem Bus ich dort hin komme... ...aber wer sich selbst ein Taxi bestellen kann wird wohl auch dieses Hindernis ueberwinden, nicht?! =)
Drueckt mir trotzdem die Daumen!=)
Naechste Woche werde ich euch dann von meiner Arbeit und vom bevorstehenden Carnaval berichten koennen!! bis dann!

Montag, 9. Februar 2009

¿¡Ferien?!

Schon wieder Montag und ich habe mein erstes Wochenende in Tarija hinter mir.
Am Samstag habe ich mich Tana, meiner Cousine, verabredet. Wir trafen uns mit ihren Kolleginnen und gingen in die Disco.
Von den Betreuern von AFS wurde uns immer wider gesagt, dass hier in Bolivien sehr viel getrunken wird. Also ahnte ich bereits, was auf mich zukommen wuerde. Natuerlich versuchten die Maedels mich unter den Tisch zu trinken...aber hey, die wissen nicht, dass ich im Turnverein bin...!;-)
Also hielt sich gluecklicherweise alles im Rahmen und wir konnnten die ganze Nacht lang durchtanzen!
Tja, das waers schon. So sieht das Wochenende hier aus: Tomar y bailar,bailar,bailar...
Am Sonntag ging ich dann mit der Familie ins Wochenendhaus. Ein wunderschoener Ort, mit eigenem Pool und Fussballplatz... wow!
Eigentlich liesse sich hier wirklich ganz gut verweilen. Aber eben, ich bin schliesslich nicht hier um Ferien zu machen!! Ich habe immer noch keine Ahnung von meiner zukuenftigen Arbeit und auch der Sprachkurs hat noch nicht begonnen. Und langsam weiss ich echt nicht mehr, wie ich mich beschaeftigen soll. Tarija ist nicht gerade besonders gross, nach einer Woche kenne ich mich hier schon ziemlich gut aus. Und viel zu sehen gibt es nicht. Heute war ich sogar im archaelogischen Museum...als wenn Haekelunterricht nicht schon schlimm genug waere...!!
Also Leute, drueckt mir die Daumen, das hier bald mal was geht!!
Griasserls und Bussarls =)

Donnerstag, 5. Februar 2009

Up and down

phu, die ersten Tage hier in Tarija habens echt in sich. Mal gehts mir super, dann langweile ich mich wieder sehr und ja, ich gebs zu, manchmal hab ich sogar ein bisschen Heimweh=)
Gestern hatte ich aber einen ganz tollen Tag. Hab eingesehen, dass ich mich einfach irgendwie selbst beschaeftigen muss. Also habe ich am Morgen erstmal ganz streberhaft die Zeitung gekauft! Mit dieser und meinem diccionario machte ich mich dann auf den Weg zu meiner "Tante". Sie hat einen kleinen Laden, in dem immer etwas laeuft. Den ganzen Tag kommen irgenwelche Leute vorbei, die auch irgenwie zur Familie gehoeren. Dann trinken sie zusammen Tee und plaudern ein wenig (also eigentlich eher sehr viel...=) ) Leider verstehe ich in solchen Wortgefechten nur noch Bahnhof. Mein "Grosi" hat das aber gemerkt und mich dann mit zu ihr genommen (Sie wohnt gleich ueber dem Laden). Mit ihr habe ich dann ein wenig fern gesehen (seit me das echt so-faernseluege-?? ) und sie hat mir die gesamte Wohnungseinrichtung auf spanisch erklaert. Das Beste kommt aber erst noch: Gladis (so heisst mein "Grosi") bringt mir jetzt das Haekeln bei...!!! Wer mich gut genug kennt, kann jetzt nachvollziehen, wie verzweifelt ich mich an jegliche Art von beschaeftigung klammere...=)
Am Nachmittag hab ich dann einmal mehr die Stadt etwas erkundet und dabei ein paar ganz schoene Plaetze entdeckt. Ich glaube es laesst sich wirklich sehr gut leben hier. Falls ich in den naechsten sechs Monaten irgenwie herausfinden sollte, wie ich Fotos auf meinen Blog bringe, werde ich das natuerlich sofort tun.=)
Liebe Gruesse aus der Sonne!!=)

Montag, 2. Februar 2009

¡Hola amigos!

So,endlich habe ich etwas Zeit mich an den PC zu zen und aus Bolivien zu berichten!
Die ersten zwei Tage habe ich mit allen andern Austauschschuelern in LaPaz verbracht. Eine gewaltige Stadt, vor allem aus der Sicht vom Flugzeug aus! Gleich nach unserer Ankunft hatten wir die Gelegenheit einen Rundgang durch LaPaz zu machen. Interessant waren besonders die Verkehrsregeln...der mit der lautesten Hupe hat Vortritt...!=)
Leider waren wir sehr bald erschoepft und so gings zurueck zum Hotel.
Am naechsten Morgen mussten wir uns im Spital einem "Ganzkoerper-check" unterziehen lassen. Am Nachmittag wurden wir dann noch etwas ueber Land und Leute informiert und darueber, was uns so bevorstehen wuerde.
Tags darauf gings dann endlich weiter zu unseren Gastfamilien. Ein Flugzeug brachte mich nach Tarija,wo ich am Flughafen von meinen Gasteltern herzlich empfangen wurde. Mit dem Auto gings dann "nach Hause". Wir wohnen im Zentrum, gleich neben einem schoenen Platz, wo sich viele Leute treffen. Und auch ich habe an diesem Abend noch ganz viele Leute getroffen, naemlich die gesamte Verwandtschaft meiner Gastmutter...
Ich wurde zwar von allen richtig herzlich begruesst, doch ich fuehlte mich ziemlich verlassen, da ich kaum eines der Worte verstand, die um meine Ohren flogen. Tja, das ganze ist wìrklich nicht leicht, aber ich bin schliesslich hier um zu lernen. Das werde ich auch bald tun, denn anscheinend soll ich noch einen Sprachkurs besuchen koennen...aber fragt mich nicht wann und wo dieser stattfindet... Gleiches kann ich von meiner Arbeit sagen. Ich wurde noch keinem Projekt zugeteilt und weiss auch nicht, wann ich zu arbeiten beginnen kann. Ja ja, hier muss man sich eben ganz auf das Lebensmotto "mañana mañana" einstellen.
Wenigstens hatt ich jetzt Gelegenheit euch zu schreiben. Ich bin naemlich ganz alleine zu Hause, denn meine Gasteltern arbeiten und der Gastbruder, mit dem ich gerechnet habe wohnt bereits nicht mehr hier... Heute morgen musste ich also erstmal auf eigene Faust die Stadt erkunden. Was ich bis jetzt sehen konnte ist toll. (Nur eine geeignete Jogginroute habe ich noch nicht entdeckt =( )
So, ich denke fuer s erste seit ihr mit Infos versorgt. Hoffentlich kann ich bald Neues berichten.
Bis dahin machts gut!
Hasta luego!