Wenn der Abschied leichter faellt als man denkt...
Musste mich heute bereits von meinen Gasteltern verabschieden, weil sie fuer eine Woche nach laPaz gehen, um dort ihren Sohn (der fuer ein Jahr in den USA war) vom Flughafen abzuholen.
Bin deswegen gestern auch extra frueh nach Hause gekommen, obwohl ich mit nem ganz netten Jungen verabredet war... (kann ja jetzt erzaehlen, was ich will, ihr glaubts mir sowieso nicht mehr...=D) aber zurueck zum Thema. Kam also puenktlich zum Nachtessen nach Hause, weil ich dachte, dass wir vielleicht noch etwas spezielles zusammen machen, oder eventuell in einem Restaurant essen gehen, oder was in der Richtung.
Es blieb aber dann entgegen aller Erwartungen beim ueblichen Sueppchen, ohne dass das Thema "Abschiednehmen" auch nur im geringsten angesprochen wurde...
(Ich weiss nicht ob aus meinem Bericht schon eine gewisse Enttaueschung herauszuhoeren ist... falls nicht: Ich war ziemlich enttaeuscht!)
Aber hey, blieb ja immer noch der heutige Tag um meine Eltern an den Flughafen zu begleiten, und noch kurz etwas auf die Traenendruese zu druecken und ein paar sentimentale Danksagungen fallen zu lassen (hatte mir da auch schon ein paar ganz ruehrende Sachen ausgedacht... =) )
Heute Nachmittag bestellten meine Eltern also dann ihr Taxi um an den Flughafen zu gehen. Ich hatte schon Schuhe und Jacke montiert um die beiden zu begleiten, als sie meinten, dass sie dann jetz gehen wuerden, mir alles Gute wuenschten, mich rasch noch umarmten und raus zum Taxi spurteten.
Danach blieb ich erst mal boquiabierto in meinem Zimmer sitzen und fragte mich, was jetzt hier gerade vorgegangen ist...
Mochten mich meine Gasteltern nicht? Habe ich mich zu wenig fuer meine Gastfamilie interessiert?? Oder einfach zu wenig Schoggi mitgebracht???
Ich persoenlich glaube, dass es einfach schwierig ist, sich mit 19 (bald 20... *yeah*) Jahren in einer Gastfamilie einzuleben. Mir waren hier vor allem meine Freunde wichtig und ich wollte die kurze Zeit hier mit ihnen geniessen. Und ausserdem ist mir halt auch einfach meine Unabhaengigkeit sehr wichtig, was leider im Gegensatz zur Familienkultur hier in Suedamerika steht.
Die Eltern sind hier sehr protektionistisch und verhaetscheln ihre Kinder. Ausserdem ist es auch so, dass man das Wochenende meistens mit der Familie verbringt.
Zum Glueck waren meine Eltern ziemlich verstaendnisvoll. (Vielleicht weil vor mir schon 3 andere Austauschstudentinnen bei ihnen wohnten, und sie an die andere Kultur gewoehnen konnten...)
Im Nachhinein frage ich mich allerdings ob sie einfach Verstandnis zeigten, weil sie Verstaendnis zeigen mussten...
Leider habe ich nie ueber solche oder aehnliche Dinge mit meinen Gasteltern reden koennen. Wir haben eigentlich nicht sehr viel Zeit miteinander verbracht. Aber das lag nicht nur daran, dass mir meine Freunde wichtiger waren, sonderna auch daran, dass die beiden einfach undendlich viel arbeiten!
Ich hoffe ihr versteht mich nicht falsch. Schlussendlich muss ich sagen, dass ich sehr viel Glueck mit meiner Gastfamilie hatte, da ich sehr viel Freiheit geniessen konnte. Wahrscheinlich habe ich einfach mit mehr "Zuneigung" (hab grad kein besseres Wort fuer "cariño" gefunden...=)) gerechnet... schliesslich sind wir ja im Herzen Suedamerikas...!
Schlussendlich bleibt die Gastfamilie eben Gastfamilie.
Y no hay nada que ver con la propia familia!!!
Hasta luego!
Freitag, 26. Juni 2009
Dienstag, 23. Juni 2009
chau profe! =(
Kanns selbst kaum glauben, aber seit Freitag bin ich doch tatsaechlich arbeitslos...
deshalb gibts jetzt schon einmal ein erstes Resumée von meiner Zeit als Volounteer.
Ich muss zugeben, dass mir die Arbeit mit den Kindern unheimlich viel Spass gemacht hat und dass ich sehr viel von den Kindern lernen konnte. Schlussendlich habe ich auch sicher sehr viel mehr von den Kindern gelernt als sie von mir... und ich konnte vor allem auch mich selbst noch ein Stueckchen besser kennen lernen. Weiss zum Beispiel jetzt, dass ich mehr Geduld mit Kindern habe, als ich Anfangs dachte (wenn auch gezwungenermassen...=) )
Das spannendste und emotionalste an der ganzen Arbeit war es aber, Schritt fuer Schritt eine persoenliche Beziehung zu jedem Kind aufzubauen! Dadurch habe ich gesehen, wie individuell jedes Kind ist und wie stark seine Persoenlichkeit von seienem Umfeld und seiner Familie gepraegt wird! Doch gerade in dieser Beziehung, wenn die Kinder von ihrem Zuhause erzaehlen, musste ich oft leer schlucken...
...Die Organisation EDYFU setzt sich fuer Kinder ein, die schon von klein an arbeiten muessen, um den Lebensunterhalt fuer ihre Familie verdienen zu koennen. In ihrem Familienumfeld sind Missbrauch von Alkohol und Drogen, Gewalt und Vergewaltigung an der Tagesordnung...
Im EDYFU finden die Kinder einen Zufluchtsort, wo sie verschiedenen Beschaeftigungen (wie Kochschule, Tanz- und Theaterstunden, Sport oder Nachhilfeunterricht) nachgehen koennen und so ihren Alltag fuer eine Weile hinter isch lassen duerfen.
Einen Ort, an dem sie sein duerfen, was sie sind: KINDER!
Und was ich auch einsehen musste; Kinder sind auf der andern Seite der Welt eben auch "nur" Kinder. Muss naemlich zugeben, dass ich mit der Einstellung hier her gekommen bin, dass die Kinder einem unheimlich dankbar dafuer sind, dass man sie unterrichtet, sie lehrt zu lernen.
Hab dann aber schnell gemerkt, dass die Kinder hier eben auch einfach lieber spielen, sich bewegen, oder sich verpruegeln... anstatt ihre Hausaufgaben zu machen.
Mit der Zeit kann man sich aber auf Kompromisse einlassen und schlussendlich konnte ich viele Kinder zum rechnen, schreiben und lesen animieren, hab mich dafuer aber danach auch mit ihnen beim Spielen und Herumtoben amuesiert!
Dass meine Arbeit doch wirklich wertgeschaetzt wurde, wurde mir an meinem letzten Arbeitstag bewusst. Wurde von allen Kindern im Speisesaal mit einer riesen Torte und einer Tonne von Karten, Briefen und Zeichnungen von meinen Schuelern ueberrascht!! Die Kinder verstanden natuerlich nicht wirklich, weshab ich jetzt gehen muss und meinten alle, ich soll doch einfach bleiben... das machte es nicht gerade leichter, mich von allen zu verabschieden... Werde die Kinder wirklich unheimlich vermissen und moechte diese Erfahrung nicht missen! Jetzt genisse ich aber zuerst noch meine "Ferien" hier in Tarija und dann gehts auf Reisen!=) Freue mich sehr, jetzt auch noch etwas Zeit fuer mich zu haben und auch nochmals etwas Neues zu entdecken. Halt euch natuerlich auf dem Laufenden! Gaaaaaaaaaaaanz liebe Gruesse und bis bald!
deshalb gibts jetzt schon einmal ein erstes Resumée von meiner Zeit als Volounteer.
Ich muss zugeben, dass mir die Arbeit mit den Kindern unheimlich viel Spass gemacht hat und dass ich sehr viel von den Kindern lernen konnte. Schlussendlich habe ich auch sicher sehr viel mehr von den Kindern gelernt als sie von mir... und ich konnte vor allem auch mich selbst noch ein Stueckchen besser kennen lernen. Weiss zum Beispiel jetzt, dass ich mehr Geduld mit Kindern habe, als ich Anfangs dachte (wenn auch gezwungenermassen...=) )
Das spannendste und emotionalste an der ganzen Arbeit war es aber, Schritt fuer Schritt eine persoenliche Beziehung zu jedem Kind aufzubauen! Dadurch habe ich gesehen, wie individuell jedes Kind ist und wie stark seine Persoenlichkeit von seienem Umfeld und seiner Familie gepraegt wird! Doch gerade in dieser Beziehung, wenn die Kinder von ihrem Zuhause erzaehlen, musste ich oft leer schlucken...
...Die Organisation EDYFU setzt sich fuer Kinder ein, die schon von klein an arbeiten muessen, um den Lebensunterhalt fuer ihre Familie verdienen zu koennen. In ihrem Familienumfeld sind Missbrauch von Alkohol und Drogen, Gewalt und Vergewaltigung an der Tagesordnung...
Im EDYFU finden die Kinder einen Zufluchtsort, wo sie verschiedenen Beschaeftigungen (wie Kochschule, Tanz- und Theaterstunden, Sport oder Nachhilfeunterricht) nachgehen koennen und so ihren Alltag fuer eine Weile hinter isch lassen duerfen.
Einen Ort, an dem sie sein duerfen, was sie sind: KINDER!
Und was ich auch einsehen musste; Kinder sind auf der andern Seite der Welt eben auch "nur" Kinder. Muss naemlich zugeben, dass ich mit der Einstellung hier her gekommen bin, dass die Kinder einem unheimlich dankbar dafuer sind, dass man sie unterrichtet, sie lehrt zu lernen.
Hab dann aber schnell gemerkt, dass die Kinder hier eben auch einfach lieber spielen, sich bewegen, oder sich verpruegeln... anstatt ihre Hausaufgaben zu machen.
Mit der Zeit kann man sich aber auf Kompromisse einlassen und schlussendlich konnte ich viele Kinder zum rechnen, schreiben und lesen animieren, hab mich dafuer aber danach auch mit ihnen beim Spielen und Herumtoben amuesiert!
Dass meine Arbeit doch wirklich wertgeschaetzt wurde, wurde mir an meinem letzten Arbeitstag bewusst. Wurde von allen Kindern im Speisesaal mit einer riesen Torte und einer Tonne von Karten, Briefen und Zeichnungen von meinen Schuelern ueberrascht!! Die Kinder verstanden natuerlich nicht wirklich, weshab ich jetzt gehen muss und meinten alle, ich soll doch einfach bleiben... das machte es nicht gerade leichter, mich von allen zu verabschieden... Werde die Kinder wirklich unheimlich vermissen und moechte diese Erfahrung nicht missen! Jetzt genisse ich aber zuerst noch meine "Ferien" hier in Tarija und dann gehts auf Reisen!=) Freue mich sehr, jetzt auch noch etwas Zeit fuer mich zu haben und auch nochmals etwas Neues zu entdecken. Halt euch natuerlich auf dem Laufenden! Gaaaaaaaaaaaanz liebe Gruesse und bis bald!
Montag, 8. Juni 2009
Viel Neues gibts nicht. (Also eigentlich schon, hab nur gerade keine Lust viel zu schreiben...)
Wollte mich nur wieder kurz einmal bemerkbar machen, damit ihr den Eidgenossen in der Pampa nicht vergesst=)
Und meine Hauptmessage heute geht an an den TV Liesberg: Wuensche viel Erfolg und Spass (also vor allem viel Erfolg!!) am kommenden Turnfest!! Werd natuerlich das ganze Wochenende in Gedanken dabei sein! Und denkt immer daran:
Ganar no es todo, sino lo único!! =D
Liebe Gruesse und ein heiteres tuetuerueue;)
Wollte mich nur wieder kurz einmal bemerkbar machen, damit ihr den Eidgenossen in der Pampa nicht vergesst=)
Und meine Hauptmessage heute geht an an den TV Liesberg: Wuensche viel Erfolg und Spass (also vor allem viel Erfolg!!) am kommenden Turnfest!! Werd natuerlich das ganze Wochenende in Gedanken dabei sein! Und denkt immer daran:
Ganar no es todo, sino lo único!! =D
Liebe Gruesse und ein heiteres tuetuerueue;)
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