Freitag, 26. Juni 2009

Und tschuess...!

Wenn der Abschied leichter faellt als man denkt...

Musste mich heute bereits von meinen Gasteltern verabschieden, weil sie fuer eine Woche nach laPaz gehen, um dort ihren Sohn (der fuer ein Jahr in den USA war) vom Flughafen abzuholen.
Bin deswegen gestern auch extra frueh nach Hause gekommen, obwohl ich mit nem ganz netten Jungen verabredet war... (kann ja jetzt erzaehlen, was ich will, ihr glaubts mir sowieso nicht mehr...=D) aber zurueck zum Thema. Kam also puenktlich zum Nachtessen nach Hause, weil ich dachte, dass wir vielleicht noch etwas spezielles zusammen machen, oder eventuell in einem Restaurant essen gehen, oder was in der Richtung.
Es blieb aber dann entgegen aller Erwartungen beim ueblichen Sueppchen, ohne dass das Thema "Abschiednehmen" auch nur im geringsten angesprochen wurde...
(Ich weiss nicht ob aus meinem Bericht schon eine gewisse Enttaueschung herauszuhoeren ist... falls nicht: Ich war ziemlich enttaeuscht!)
Aber hey, blieb ja immer noch der heutige Tag um meine Eltern an den Flughafen zu begleiten, und noch kurz etwas auf die Traenendruese zu druecken und ein paar sentimentale Danksagungen fallen zu lassen (hatte mir da auch schon ein paar ganz ruehrende Sachen ausgedacht... =) )
Heute Nachmittag bestellten meine Eltern also dann ihr Taxi um an den Flughafen zu gehen. Ich hatte schon Schuhe und Jacke montiert um die beiden zu begleiten, als sie meinten, dass sie dann jetz gehen wuerden, mir alles Gute wuenschten, mich rasch noch umarmten und raus zum Taxi spurteten.
Danach blieb ich erst mal boquiabierto in meinem Zimmer sitzen und fragte mich, was jetzt hier gerade vorgegangen ist...

Mochten mich meine Gasteltern nicht? Habe ich mich zu wenig fuer meine Gastfamilie interessiert?? Oder einfach zu wenig Schoggi mitgebracht???

Ich persoenlich glaube, dass es einfach schwierig ist, sich mit 19 (bald 20... *yeah*) Jahren in einer Gastfamilie einzuleben. Mir waren hier vor allem meine Freunde wichtig und ich wollte die kurze Zeit hier mit ihnen geniessen. Und ausserdem ist mir halt auch einfach meine Unabhaengigkeit sehr wichtig, was leider im Gegensatz zur Familienkultur hier in Suedamerika steht.
Die Eltern sind hier sehr protektionistisch und verhaetscheln ihre Kinder. Ausserdem ist es auch so, dass man das Wochenende meistens mit der Familie verbringt.

Zum Glueck waren meine Eltern ziemlich verstaendnisvoll. (Vielleicht weil vor mir schon 3 andere Austauschstudentinnen bei ihnen wohnten, und sie an die andere Kultur gewoehnen konnten...)
Im Nachhinein frage ich mich allerdings ob sie einfach Verstandnis zeigten, weil sie Verstaendnis zeigen mussten...

Leider habe ich nie ueber solche oder aehnliche Dinge mit meinen Gasteltern reden koennen. Wir haben eigentlich nicht sehr viel Zeit miteinander verbracht. Aber das lag nicht nur daran, dass mir meine Freunde wichtiger waren, sonderna auch daran, dass die beiden einfach undendlich viel arbeiten!

Ich hoffe ihr versteht mich nicht falsch. Schlussendlich muss ich sagen, dass ich sehr viel Glueck mit meiner Gastfamilie hatte, da ich sehr viel Freiheit geniessen konnte. Wahrscheinlich habe ich einfach mit mehr "Zuneigung" (hab grad kein besseres Wort fuer "cariño" gefunden...=)) gerechnet... schliesslich sind wir ja im Herzen Suedamerikas...!

Schlussendlich bleibt die Gastfamilie eben Gastfamilie.
Y no hay nada que ver con la propia familia!!!

Hasta luego!

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