Wow, hab gerade gesehen, dass ich vor 3 Wochen zum letzten mal geschrieben habe und mir bleiben jetzt nur noch 5 Wochen, bis mein Sozialeinsatz hier beendet ist.
Laueft die Zeit in Europa auch so schnell wie hier??!
Vor 2 Wochen gings mit allen Austauschstudenten von AFS zum Salar de Uyuni. Ein riesen Salzsee hier in Bolivien. Den Genuss der unbeschreiblichen Atmosphaere dieses Fleckchens Erde mussten wir uns allerdings hart verdienen. Zuerst hiess es naemlich etwa 20 Stunden Bus und dann noch 7 Stunden Zug fahren. Und das in bitterer Kaelte. (Hier in Tarija ist das Klima immer noch ganz mild, an manchen Nachmittagen wird es immer noch heiss. Also ist Andrea natuerlich froehlich und unbeschwaert im T-Shirt in den Bus gestiegen. Das das keine so gute Idee war, habe ich gemerkt, als nach einer Weile alle ihre Winterjacken und Wolldecken ausgepackt hatten, um fuer die eisige Nacht gewappnet zu sein...
Zum Glueck fand ich etwas Unterschlupf im Schlafsack meiner Sitznachbarin. Trotzdem waren wir beide fuer Stunden am schlottern...)
Aber wie gesagt, es hat sich gelohnt. Der Salar ist wirklich etwas vom Beeindruckendsten, was ich bisher in meinem Leben gesehen habe. Eine Flaeche des "weissen Goldes" die sich bis zum Horizont erstreckt und dazwischen (damit man sich nicht voellig verliert) kleine Kaktusinselchen (von denen man annimmt, das sie frueher Korallenriffe des ausgetrockneten Meeres waren!!)
Verlaesst man den Salzsee, so findet man nach einer Weile idyllische Lagunen in denen Flamingos leben, mystisch gurgelnde Geysire und heisse Quellen in denen wir uns baden konnten (Was fuer mich eines der Highlights der Reise war, nach dem wir 3 Naechte in "Hotels" ohne Dusche verbracht hatten...)
Natuerlich hat die Reise auch super gut getan, um sich mit den anderen Studenten und Volounteers auszutauschen!
Was fuer mich vorallem eine Bestaetigung war, da ich merkte, dass mein Spanisch doch schon viel besser ist als ich dachte und eine Erleichterung, weil mir bewusst wurde, welch ein Glueck ich mit meiner Gasfamilie habe!
Und von dem her waere hier ja alles schoen und gut. Ist es eigentlich auch, aber im Moment habe ich das gefuehl, ich wuerde an dieser Stelle gernen einen Punkt setzten (oder besser ein Ausrufezeichen=) ) und eine unbeschreiblich schoene und lehreiche Erfahrung abschliessen.
Mein Leben hier gefaellt mir zwar wirklich. Aber es gibt mittlerweile schon unendlich viele Dinge, die mir fehlen.
Ich vermisse Familie, Freunde, mein Zimmer =), Liesberger-Luft, Natur, und Sport Sport Sport, Gymnastik, Barrenturnen, Korbball, Tanzen,...
und bin zum Beispiel so richtig "giggerig" aufs Snowboarden =) (mein Winter war einfach viel zu kurz...)
Was mein Problem ist: auf unserem Ausflug zum Salar de Uyuni hats mich so richtig erwischt...
...nein, ich bin immer noch nicht verliebt...
...aber ich wurde vom Reisefieber gepackt!!
Deshalb heissts nach Ende Juni erst mal "Uf u dervo". Werd noch 2 Monate laenger bleiben und mir Bolivien etwas genauer unter die Lupe nehmen. Ab Ende August duerft ihr dann wieder mit mir rechnen.
Dafuer erklaer ich euch dann was "chupa" und "seco, seco" bedeutet, was ein "chaki" ist, welche Bedeutung "matrimonio" noch haben kann und alles Weitere was noch so zum "Grundwortschatz" von Tarija gehoert ;-)
In dem Sinne; Salud, salud!!
Werdet wieder von mir hoeren.
Besitos
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